Am Samstag, den 14.09. starten die Sindelfinger in die Mission „Klassenerhalt“ beim badischen Konkurrenten des SSC Karlsruhe. „Die Klasse möglichst frühzeitig halten ist unser oberstes Ziel. Insgesamt ist die Liga eher stärker als letztes Jahr einzuschätzen, es wird ein hartes Stück Arbeit für uns, meint Coach Hadi vor dem Saisonstart.

Letztes Jahr hatte man nach einer bärenstarken Vorrunde durch Nachlässigkeiten und einige schwache Spiele erst auf der Zielgeraden und mit Siegen in den letzten Spielen für einen beruhigenden Tabellenplatz gesorgt.

Der VfL will wieder jubeln – Saisonstart ist am Samstag in Karlsruhe

Ein kleiner Umbruch wird eingeläutet

Die neue Saison bringt nicht nur einen neuen Spielball, neue und stark einzuschätzende Gegner aus Fellbach, Friedrichshafen, Botnang und Konstanz, sondern auch einige Veränderungen im Kader der Sindelfinger mit sich. Die langjährigen Spieler Jonas Breuer und Nico Dworschak haben ihre Karriere beendet, Orgil Bayarshaikan geht zurück in die zweite Mannschaft und Julian Bubek will kürzer treten und steht daher nur an manchen Spieltagen zur Verfügung. Daher wurden im Sommer viele Gespräche geführt und so wird man ab Oktober beim ersten Heimspiel auch einige neue Gesichter in der Sporthalle Stadtmitte erleben.

„Mit Jona Unger und Jefferson do Nascimento konnten wir zwei super Jungs vom TV Rottenburg für uns gewinnen, die uns auf Annahme-Außen und im Mittelblock verstärken werden Zudem kommt mit Nico Holze Unterstützung aus der zweiten Mannschaft . Insgesamt sind wir gut aufgestellt dieses Jahr, auch haben wir top Unterstützung aus der zweiten Mannschaft im Training und führen aktuell nach wie vor Gespräche mit weiteren  Spielern. Für unser erstes Spiel in Karlsruhe steht aber der Kader fest, kleinere Überraschungen wird es wohl erst in den Spielen danach geben, sagt Coach Hadi mit einem verschmitzten Lächeln.

Richtungsweisender erster Spieltag

Das Spiel in Karlsruhe ist gleich ein besonders wichtiges. Letztes Jahr kämpften beide Mannschaften lange gemeinsam um den Klassenerhalt und damit will der VfL ja versuchen möglichst wenig zu tun zu haben. Nach dem Spiel am Samstag ist dann erstmal drei Wochen Pause, da das Spiel gegen Konstanz verlegt wurde. Zum ersten Heimspiel kommt es erst am 05.10. und das hat es in sich: Mit dem ASV Botnang kommt ein Nachbar, Dauerrivale und vor allem Titelaspirant, der sich enorm verstärkt hat in die Sporthalle Stadtmitte. „Jetzt konzentrieren wir uns aber erstmal voll auf Karlsruhe. Wir haben in den letzten Wochen viel im Bereich Block/Abwehr-Verhalten gearbeitet. Das soll erste Früchte tragen am Wochenende“, so Coach Hadi.

Anpfiff zum Saisonauftakt ist am Samstag um 19:00 Uhr im Otto-Hahn-Gymnasium in Karlsruhe.

Der VfL-Kader für das Spiel in Karlsruhe: Conrad Darmer, Sven Metzger, Thomas Meyer, Thomas Dörr, Jefferson do Nascimento, Jona Unger, Jannik Reich, Nico Holze, Magnus Irion, Benjamin Burkard, Martin Tischhäuser

Beim ambitionierten Tabellenführer aus Ludwigsburg gab es für den Aufsteiger am Samstag in der gut besuchen Alleenhalle nichts zu holen. Sindelfingen verliert ein durchaus spektakuläres Volleyballspiel mit 0:3 und muss mehr denn je um den Klassenerhalt kämpfen.

Das Spektakel fand leider nur teilweise auf der Sindelfinger Feldhälfte statt. Letztendlich hat sich das zu erwartende Szenario doch eingestellt. Immer wenn es den Hausherren gelang, ihr dominantes und variables Aufschlagspiel durchzuziehen, konnten die Sindelfinger nur noch reagieren und kamen selbst nur schwer in einen Rhythmus. So verliefen Satz 1 und 3 ähnliche. Sindelfingen kämpfte, doch die Ludwigsburger waren einfach besser und entschieden den ersten Satz zu 15 und den dritten zu 17 für sich.

IN Satz zwei roch es jedoch lange nach der Überraschung: „Hier hatten wir die berühmte Angst vor dem gewinnen verschenkten in der Crunchtime durch individuelle Fehler den Satzgewinn. Und Volleyball ist ein Kopf-Spiel. Wer weiß was nach einem Satzausgleich noch möglich gewesen wäre…, resümierte Coach Hadi.“

Mit dem Satzausgleich wurde es aber nun mal nichts. Zwar lange in Führung liegend, auch profitierend vom in diesem Satz schwachen Aufschlagspiel der Ludwigsburger, flatterten den Gästen aus der Daimlerstadt zum Satzende die Nerven. Auch Satzbälle blieben ungenutzt, durch Fehler der Sindelfinger, aber auch durch aufopferungsvoll kämpfende Ludwigsburger, die einfach ein Stückchen mehr an den Satzgewinn glaubten. So stand am Ende ein 28:30 aus Sindelfinger Sicht auf der Anzeigetafel und die über 100 Fans feierten die Heimmannschaft.

Die Messe war dann damit gelesen. Mehr als ein kurzes Aufbäumen zu Satz 3 schafften die Sindelfinger nicht mehr und warten 2019 noch immer auf den ersten Sieg.

Vielleicht gibt es den am kommenden Samstag, wenn man zum Derby in Stuttgart-Vaihingen zu Gast ist. Die Stuttgarter sieht man gleich zweimal in Folge, denn bereits am morgigen Donnerstag, 14.03. kommt es zum Pokal-Halbfinale zwischen den beiden Mannschaften.

Für den VfL spielten: Cartano, Irion, Metzger, Meyer, Breuer, Reich, Dörr, Bayarsaikhan, Dworschak

„Davon können wir uns leider nichts kaufen“, resümierte Coach Hadi nach dem Heimspiel gegen die Gäste aus Heidelberg-Rohrbach. Er meinte damit, dass es im Volleyball für eine engagierte und kämpferische Leistung nun mal keine Punkte gibt, wenn es am Ende 1:3 nach Sätzen steht. Trotz der besten Leistung in der Rückrunde (nimmt man das überragende Spiel vor Weihnachten in Freiburg mal aus) standen die Sindelfinger Regionalliga-Männer am Ende mit leeren Händen da.

Es begann dabei richtig gut. Der VfL startete mit starken Aufschlägen und setzte den Annahmeriegel der Gäste gehörig unter Druck. Im Block griff Jannik Reich gleich mehrmals gegen den starken Diagonalangreifer der Heidelberger zu und im Angriff lief Thomas Meyer heiß. Vielleicht hatten die Rohrbacher mit solch einer Gegenwehr einfach nicht gerechnet. In jedem Fall lief im ersten Satz bei Sindelfingen fast alles, bei Rohrbach hingegen eher wenig zusammen und Sindelfingen spielte dominant zum 25:19.

Über Satz zwei legen wir an dieser Stelle den Mantel des Schweigens… Heidelberg stellte um, Sindelfingen verschlief den Satzanfang komplett und ergab sich den nun deutlich stabileren Gästen.

Doch die Mannschaft zeigte Reaktion. Trotz Rückstand zum Start kämpfte sich der VfL immer wieder herran. Das Sideout um Libero Irion stand und Sindelfingen konnte den Aufschlagdruck wieder erhöhen. Leider fehlten am Ende das letzte bisschen Konsequenz und auch Glück. Aus einem 23:23 wurde durch einen individuellen Fehler und einer starken Aktion der Heidelberger ein 23:25 und die Gäste stellten auf 2:1 nach Sätzen.

Der VfL gab sich allerdings nicht geschlagen. Wieder in Rückstand zur Satzmitte erspielte man sich Punkt für Punkt, am Ende hat es aber dann doch nicht gereicht und Sindelfingen verlor den Satz mit 22:25.

Es bleibt das Fazit, dass es Nuancen sind, die in der Regionalliga den Ausschlag geben. Es bleibt aber auch das Fazit, dass es wieder keine Punkte für den VfL gegeben hat und man nach wie vor mit 18 Punkten auf Rang 7 in der Tabelle steht und den Verfolger aus Karlsruhe im Nacken spührt. Leichter werden die Aufgaben erstmal nicht. Nach den Faschingstagen macht man sich auf die Reise zum souveränen Tabellenführer nach Ludwigsburg, die im Hinspiel den VfL mit einem Aufschlaggewitter überrollten. Doch wer weiß, irgendwann muss jede Serie einmal enden, vielleicht für den VfL ja beim Tabellenführer…

Für den VfL spielten: Cartano, Darmer, Irion, Burkard, Meyer, Breuer, Reich, Dörr, Bayarsaikhan, Dworschak

Am Samstagabend laden die Sindelfinger Regionalliga-Volleyballer zum bereits vorletzten Heimspiel der Saison 18/19 in die Sporthalle Stadtmitte ein. Zu Gast ist mit der TSG Heidelberg-Rohrbach eine Mannschaft, die seit vielen Jahren konstant im oberen Mittelfeld der Tabelle spielt und die mit viel Erfahrung und vor allem der Ambition, noch um den Silberrang mitzuspielen, nach Sindelfingen reist. Nur drei Punkte trennen die Nordbadener vom aktuellen Tabellenzweiten, dem USC Freiburg. Ludwigburg scheint bereits enteilt und wohl den Baden-Württembergischen Titel in diesem Jahr einzuheimsen.

Der VfL hingegen ist gehörig aus dem Tritt gekommen. Nach den berauschenden Siegen mit der Krönung beim 3:1 Auswärtserfolg beim Tabellenzweiten aus Freiburg setzte es gegen die direkten Konkurrenten um den Verbleib in der Regionalliga herbe Klatschen.

Weiterer Rückschlag in Freiburg

FT Freiburg II – VfL Sindelfingen 3:0 (25:22, 25:23, 25:15)

Auch in Freiburg, bei den jungen wilden der Bundesligamannschaft der Freiten Turner, konnte der VfL wiederholt nicht überzeugen. Zwar ohne ihren stärksten Punktesammler Sven Metzger angereist, aber grundsätzlich dennoch mit guten Trainingsleistungen und Siegeswillen ausgestattet, lief bei den Sindelfingern von Anfang nichts zusammen. Die Freiburger überzeugten mit geradlinigem und dynamischem Spiel und setzen sich letztendlich souverän mit 3:0 durch. „Das was uns lange ausgezeichnet hat, ein stabiles Sideout und Siegeswillen in der Crunchtime, das klappt nicht mehr“, sagt Coach Hadi. Die Spieler wirken allesamt verunsichert und die Niederlagenserie nagt natürlich am Selbstbewusstsein.

Zählbares nun gegen Heidelberg-Rohrbach?

Und jetzt kommen die Heidelberger. „Das wird schon richtig schwer“, meint Capitän Cartano. „Die Heidelberger sind sehr stabil im Sideout und schlagen super auf. Hier müssen wir gegen halten.“ Im Training wurde der Fokus auf Annahme sowie Block-Abwehrverhalten gelegt. „Vor allem in der Abwehr waren wir zuletzt schlampig und nicht konsequent in unserem Spielsystem. Gegen Heidelberg müssen wir versuchen, über den Kampf und den Siegeswillen ins Spiel zu kommen. Dann können wir etwas zählbares mitnehmen“, so Trainer Hadi. Es wird in jedem Fall Zeit für den VfL, sonst wird der Druck für die letzten Spiele noch viel größer und ein Zittern bis zum Ende droht. Noch gibt es Möglichkeiten dagegen anzugehen, vielleicht schon am Samstagabend gegen den Tabellenvierten aus Heidelberg.