Beim ambitionierten Tabellenführer aus Ludwigsburg gab es für den Aufsteiger am Samstag in der gut besuchen Alleenhalle nichts zu holen. Sindelfingen verliert ein durchaus spektakuläres Volleyballspiel mit 0:3 und muss mehr denn je um den Klassenerhalt kämpfen.

Das Spektakel fand leider nur teilweise auf der Sindelfinger Feldhälfte statt. Letztendlich hat sich das zu erwartende Szenario doch eingestellt. Immer wenn es den Hausherren gelang, ihr dominantes und variables Aufschlagspiel durchzuziehen, konnten die Sindelfinger nur noch reagieren und kamen selbst nur schwer in einen Rhythmus. So verliefen Satz 1 und 3 ähnliche. Sindelfingen kämpfte, doch die Ludwigsburger waren einfach besser und entschieden den ersten Satz zu 15 und den dritten zu 17 für sich.

IN Satz zwei roch es jedoch lange nach der Überraschung: „Hier hatten wir die berühmte Angst vor dem gewinnen verschenkten in der Crunchtime durch individuelle Fehler den Satzgewinn. Und Volleyball ist ein Kopf-Spiel. Wer weiß was nach einem Satzausgleich noch möglich gewesen wäre…, resümierte Coach Hadi.“

Mit dem Satzausgleich wurde es aber nun mal nichts. Zwar lange in Führung liegend, auch profitierend vom in diesem Satz schwachen Aufschlagspiel der Ludwigsburger, flatterten den Gästen aus der Daimlerstadt zum Satzende die Nerven. Auch Satzbälle blieben ungenutzt, durch Fehler der Sindelfinger, aber auch durch aufopferungsvoll kämpfende Ludwigsburger, die einfach ein Stückchen mehr an den Satzgewinn glaubten. So stand am Ende ein 28:30 aus Sindelfinger Sicht auf der Anzeigetafel und die über 100 Fans feierten die Heimmannschaft.

Die Messe war dann damit gelesen. Mehr als ein kurzes Aufbäumen zu Satz 3 schafften die Sindelfinger nicht mehr und warten 2019 noch immer auf den ersten Sieg.

Vielleicht gibt es den am kommenden Samstag, wenn man zum Derby in Stuttgart-Vaihingen zu Gast ist. Die Stuttgarter sieht man gleich zweimal in Folge, denn bereits am morgigen Donnerstag, 14.03. kommt es zum Pokal-Halbfinale zwischen den beiden Mannschaften.

Für den VfL spielten: Cartano, Irion, Metzger, Meyer, Breuer, Reich, Dörr, Bayarsaikhan, Dworschak

„Davon können wir uns leider nichts kaufen“, resümierte Coach Hadi nach dem Heimspiel gegen die Gäste aus Heidelberg-Rohrbach. Er meinte damit, dass es im Volleyball für eine engagierte und kämpferische Leistung nun mal keine Punkte gibt, wenn es am Ende 1:3 nach Sätzen steht. Trotz der besten Leistung in der Rückrunde (nimmt man das überragende Spiel vor Weihnachten in Freiburg mal aus) standen die Sindelfinger Regionalliga-Männer am Ende mit leeren Händen da.

Es begann dabei richtig gut. Der VfL startete mit starken Aufschlägen und setzte den Annahmeriegel der Gäste gehörig unter Druck. Im Block griff Jannik Reich gleich mehrmals gegen den starken Diagonalangreifer der Heidelberger zu und im Angriff lief Thomas Meyer heiß. Vielleicht hatten die Rohrbacher mit solch einer Gegenwehr einfach nicht gerechnet. In jedem Fall lief im ersten Satz bei Sindelfingen fast alles, bei Rohrbach hingegen eher wenig zusammen und Sindelfingen spielte dominant zum 25:19.

Über Satz zwei legen wir an dieser Stelle den Mantel des Schweigens… Heidelberg stellte um, Sindelfingen verschlief den Satzanfang komplett und ergab sich den nun deutlich stabileren Gästen.

Doch die Mannschaft zeigte Reaktion. Trotz Rückstand zum Start kämpfte sich der VfL immer wieder herran. Das Sideout um Libero Irion stand und Sindelfingen konnte den Aufschlagdruck wieder erhöhen. Leider fehlten am Ende das letzte bisschen Konsequenz und auch Glück. Aus einem 23:23 wurde durch einen individuellen Fehler und einer starken Aktion der Heidelberger ein 23:25 und die Gäste stellten auf 2:1 nach Sätzen.

Der VfL gab sich allerdings nicht geschlagen. Wieder in Rückstand zur Satzmitte erspielte man sich Punkt für Punkt, am Ende hat es aber dann doch nicht gereicht und Sindelfingen verlor den Satz mit 22:25.

Es bleibt das Fazit, dass es Nuancen sind, die in der Regionalliga den Ausschlag geben. Es bleibt aber auch das Fazit, dass es wieder keine Punkte für den VfL gegeben hat und man nach wie vor mit 18 Punkten auf Rang 7 in der Tabelle steht und den Verfolger aus Karlsruhe im Nacken spührt. Leichter werden die Aufgaben erstmal nicht. Nach den Faschingstagen macht man sich auf die Reise zum souveränen Tabellenführer nach Ludwigsburg, die im Hinspiel den VfL mit einem Aufschlaggewitter überrollten. Doch wer weiß, irgendwann muss jede Serie einmal enden, vielleicht für den VfL ja beim Tabellenführer…

Für den VfL spielten: Cartano, Darmer, Irion, Burkard, Meyer, Breuer, Reich, Dörr, Bayarsaikhan, Dworschak

Am Samstagabend laden die Sindelfinger Regionalliga-Volleyballer zum bereits vorletzten Heimspiel der Saison 18/19 in die Sporthalle Stadtmitte ein. Zu Gast ist mit der TSG Heidelberg-Rohrbach eine Mannschaft, die seit vielen Jahren konstant im oberen Mittelfeld der Tabelle spielt und die mit viel Erfahrung und vor allem der Ambition, noch um den Silberrang mitzuspielen, nach Sindelfingen reist. Nur drei Punkte trennen die Nordbadener vom aktuellen Tabellenzweiten, dem USC Freiburg. Ludwigburg scheint bereits enteilt und wohl den Baden-Württembergischen Titel in diesem Jahr einzuheimsen.

Der VfL hingegen ist gehörig aus dem Tritt gekommen. Nach den berauschenden Siegen mit der Krönung beim 3:1 Auswärtserfolg beim Tabellenzweiten aus Freiburg setzte es gegen die direkten Konkurrenten um den Verbleib in der Regionalliga herbe Klatschen.

Weiterer Rückschlag in Freiburg

FT Freiburg II – VfL Sindelfingen 3:0 (25:22, 25:23, 25:15)

Auch in Freiburg, bei den jungen wilden der Bundesligamannschaft der Freiten Turner, konnte der VfL wiederholt nicht überzeugen. Zwar ohne ihren stärksten Punktesammler Sven Metzger angereist, aber grundsätzlich dennoch mit guten Trainingsleistungen und Siegeswillen ausgestattet, lief bei den Sindelfingern von Anfang nichts zusammen. Die Freiburger überzeugten mit geradlinigem und dynamischem Spiel und setzen sich letztendlich souverän mit 3:0 durch. „Das was uns lange ausgezeichnet hat, ein stabiles Sideout und Siegeswillen in der Crunchtime, das klappt nicht mehr“, sagt Coach Hadi. Die Spieler wirken allesamt verunsichert und die Niederlagenserie nagt natürlich am Selbstbewusstsein.

Zählbares nun gegen Heidelberg-Rohrbach?

Und jetzt kommen die Heidelberger. „Das wird schon richtig schwer“, meint Capitän Cartano. „Die Heidelberger sind sehr stabil im Sideout und schlagen super auf. Hier müssen wir gegen halten.“ Im Training wurde der Fokus auf Annahme sowie Block-Abwehrverhalten gelegt. „Vor allem in der Abwehr waren wir zuletzt schlampig und nicht konsequent in unserem Spielsystem. Gegen Heidelberg müssen wir versuchen, über den Kampf und den Siegeswillen ins Spiel zu kommen. Dann können wir etwas zählbares mitnehmen“, so Trainer Hadi. Es wird in jedem Fall Zeit für den VfL, sonst wird der Druck für die letzten Spiele noch viel größer und ein Zittern bis zum Ende droht. Noch gibt es Möglichkeiten dagegen anzugehen, vielleicht schon am Samstagabend gegen den Tabellenvierten aus Heidelberg.

 

Zum ersten Spiel der Rückrunde gelingt den VfL-Männern der dritte Sieg in Folge. Und dies war wahrlich keiner, mit dem man rechnen konnte. Dreht man die Zeit ein paar Wochen zurück zum heißersehnten Saisonauftakt im September zeigten ebendiese Freiburger den Sindelfinger Recken damals deutlich, dass in der Regionalliga die Trauben etwas höher hängen.

Am Samstag tickten die Uhren anders: Der VfL, mit zwei überzeugenden Siegen auf der Ostalb und in Stuttgart im Tabellenmittelfeld angekommen, startete furios in den ersten Satz. Mit 6:2 aus Sindelfinger Sicht und Freiburger Punkte nur durch zwei Fehlaufschläge sah sich der Spielertrainer der Hausherren gezwungen, seine Mannen in die erste Auszeit zu befördern. Der VfL, mit dem hochmotivierten USC-ehemaligen Jannik Reich, Julian Bubek sowie Libero Irion in der Annahme, lies sich nicht aus dem Konzept bringen. Aus der starken Annahme setzte Zuspieler Cartano zu Beginn viel auf den Sindelfinger Go-to-Guy Sven Metzger, der im Angriff nicht zu stoppen war. Auch die Mittelblocker-Thomasse Dörr und Meyer setzten wichtige Nadelstiche und bis kurz vor der Crunchtime war der VfL nicht zu bremsen. Dann kamen die ersten Nerven ins Spiel. Stärkere USC-Aufschläge brachten die Annahme ins schwimmen und Coach Hadi reagiert sofort. Conrad Darmer kam ins Zuspiel und dankte dem Coach das Vertrauen mit starker Passauswahl und machte den Sack zu zum 25:22

Die nach Satz eins etwas verwundert dreinblickenden Freiburger Zuschauer und Spieler sahen in Satz zwei allerdings dann das ursprünglich zu erwartende Bild. Die Hausherren legten gehörig zu, setzen auf Schnellangriffe in der Mitte und über außen verwertete Spielertrainer Kurz gefühlt jeden Pass seiner Zuspieler – am Ende stand ein deutliches 25:16 und der Satzausgleich.

Doch alle, die den VfL nun ehrfürchtig vor dem Tabellenführer in die Knie gehen sehen wähnten, hatten sich getäuscht. Die Sindelfinger haben in den letzten Wochen ihren Kampfgeist und auch vermehrt die eigene Feldabwehr gefunden. Der dritte Satz wurde von Beginn an wieder dominiert. Cartano hatte die Zügel fest in der Hand, die Annahme stabilisierte sich und durch das variable Spiel kamen die VfL Angreifer mehr und mehr durch den Block der Freiburger: 25:21 für den VfL.

„Ein Punkt ist mir nicht genug! Belohnt euch für die tolle Leistung heute!“ Mehr Worte bedurfte es nicht von Coach Hadi, um den vierten Satz einzuläuten. Dieser hatte es in sich. Der USC steckte nicht auf, rotierte und brachte Qualität und Erfahrung von der Bank, doch der VfL lies sich nicht abschütteln. In einer hochspannenden Endphase des Satzes mit langen Ralleys und tollen Abwehraktionen auf beiden Seiten war es am Ende der Kampfgeist der Sindelfinger und die Durchschlagskraft von Sven Metzger, die für den überraschenden aber an diesem Tag verdienten 3:1 Sieg der Gäste aus der Daimlerstadt sorgten.

„Das war nochmal besser als die letzten Spiele“, meinte Coach Hadi nach dem Schlusspfiff. „Was z.B. Julian Bubek heute in der Feldabwehr und Annahme gezeigt hat, das war Klasse. Quasi keine Fehler und mit ganz viel Köpfchen.“ Auch Interims-Co-Trainer Burkard, nach wie vor verletzungsbedingt nur auf der Bank, war glücklich: „Heute waren wir in allen Elementen stark. Mit den beiden Thomassen im Mittelblock konnten wir enorme Gefahr ausstrahlen, so dass sich der gegnerische Block viel bewegen musste und wir super variabel im Angriff agieren konnten! Ich denke, dieser Sieg wird gebührend gefeiert werden!“ :)

Nun ist erstmal Weihnachtspause angesagt. Allerdings geht es bereits am 12.01. mit dem wichtigen Heimspiel gegen die BEG United weiter. Der VfL wünsch allen Fans, Angehörigen und Unterstützern eine wunderschöne Weihnachtszeit und bedankt sich herzlich für die Unterstützung im Jahr 2018

Es spielten für den VfL Sindelfingen: Chris Cartano, Conrad Darmer, Sven Metzger, Thomas Meyer, Thomas Dörr, Orgil Bayarsaikhan, Julian Bubek, Jannik Reich, Magnus Irion, Martin Tischhäuser