„Davon können wir uns leider nichts kaufen“, resümierte Coach Hadi nach dem Heimspiel gegen die Gäste aus Heidelberg-Rohrbach. Er meinte damit, dass es im Volleyball für eine engagierte und kämpferische Leistung nun mal keine Punkte gibt, wenn es am Ende 1:3 nach Sätzen steht. Trotz der besten Leistung in der Rückrunde (nimmt man das überragende Spiel vor Weihnachten in Freiburg mal aus) standen die Sindelfinger Regionalliga-Männer am Ende mit leeren Händen da.

Es begann dabei richtig gut. Der VfL startete mit starken Aufschlägen und setzte den Annahmeriegel der Gäste gehörig unter Druck. Im Block griff Jannik Reich gleich mehrmals gegen den starken Diagonalangreifer der Heidelberger zu und im Angriff lief Thomas Meyer heiß. Vielleicht hatten die Rohrbacher mit solch einer Gegenwehr einfach nicht gerechnet. In jedem Fall lief im ersten Satz bei Sindelfingen fast alles, bei Rohrbach hingegen eher wenig zusammen und Sindelfingen spielte dominant zum 25:19.

Über Satz zwei legen wir an dieser Stelle den Mantel des Schweigens… Heidelberg stellte um, Sindelfingen verschlief den Satzanfang komplett und ergab sich den nun deutlich stabileren Gästen.

Doch die Mannschaft zeigte Reaktion. Trotz Rückstand zum Start kämpfte sich der VfL immer wieder herran. Das Sideout um Libero Irion stand und Sindelfingen konnte den Aufschlagdruck wieder erhöhen. Leider fehlten am Ende das letzte bisschen Konsequenz und auch Glück. Aus einem 23:23 wurde durch einen individuellen Fehler und einer starken Aktion der Heidelberger ein 23:25 und die Gäste stellten auf 2:1 nach Sätzen.

Der VfL gab sich allerdings nicht geschlagen. Wieder in Rückstand zur Satzmitte erspielte man sich Punkt für Punkt, am Ende hat es aber dann doch nicht gereicht und Sindelfingen verlor den Satz mit 22:25.

Es bleibt das Fazit, dass es Nuancen sind, die in der Regionalliga den Ausschlag geben. Es bleibt aber auch das Fazit, dass es wieder keine Punkte für den VfL gegeben hat und man nach wie vor mit 18 Punkten auf Rang 7 in der Tabelle steht und den Verfolger aus Karlsruhe im Nacken spührt. Leichter werden die Aufgaben erstmal nicht. Nach den Faschingstagen macht man sich auf die Reise zum souveränen Tabellenführer nach Ludwigsburg, die im Hinspiel den VfL mit einem Aufschlaggewitter überrollten. Doch wer weiß, irgendwann muss jede Serie einmal enden, vielleicht für den VfL ja beim Tabellenführer…

Für den VfL spielten: Cartano, Darmer, Irion, Burkard, Meyer, Breuer, Reich, Dörr, Bayarsaikhan, Dworschak

Am Samstagabend laden die Sindelfinger Regionalliga-Volleyballer zum bereits vorletzten Heimspiel der Saison 18/19 in die Sporthalle Stadtmitte ein. Zu Gast ist mit der TSG Heidelberg-Rohrbach eine Mannschaft, die seit vielen Jahren konstant im oberen Mittelfeld der Tabelle spielt und die mit viel Erfahrung und vor allem der Ambition, noch um den Silberrang mitzuspielen, nach Sindelfingen reist. Nur drei Punkte trennen die Nordbadener vom aktuellen Tabellenzweiten, dem USC Freiburg. Ludwigburg scheint bereits enteilt und wohl den Baden-Württembergischen Titel in diesem Jahr einzuheimsen.

Der VfL hingegen ist gehörig aus dem Tritt gekommen. Nach den berauschenden Siegen mit der Krönung beim 3:1 Auswärtserfolg beim Tabellenzweiten aus Freiburg setzte es gegen die direkten Konkurrenten um den Verbleib in der Regionalliga herbe Klatschen.

Weiterer Rückschlag in Freiburg

FT Freiburg II – VfL Sindelfingen 3:0 (25:22, 25:23, 25:15)

Auch in Freiburg, bei den jungen wilden der Bundesligamannschaft der Freiten Turner, konnte der VfL wiederholt nicht überzeugen. Zwar ohne ihren stärksten Punktesammler Sven Metzger angereist, aber grundsätzlich dennoch mit guten Trainingsleistungen und Siegeswillen ausgestattet, lief bei den Sindelfingern von Anfang nichts zusammen. Die Freiburger überzeugten mit geradlinigem und dynamischem Spiel und setzen sich letztendlich souverän mit 3:0 durch. „Das was uns lange ausgezeichnet hat, ein stabiles Sideout und Siegeswillen in der Crunchtime, das klappt nicht mehr“, sagt Coach Hadi. Die Spieler wirken allesamt verunsichert und die Niederlagenserie nagt natürlich am Selbstbewusstsein.

Zählbares nun gegen Heidelberg-Rohrbach?

Und jetzt kommen die Heidelberger. „Das wird schon richtig schwer“, meint Capitän Cartano. „Die Heidelberger sind sehr stabil im Sideout und schlagen super auf. Hier müssen wir gegen halten.“ Im Training wurde der Fokus auf Annahme sowie Block-Abwehrverhalten gelegt. „Vor allem in der Abwehr waren wir zuletzt schlampig und nicht konsequent in unserem Spielsystem. Gegen Heidelberg müssen wir versuchen, über den Kampf und den Siegeswillen ins Spiel zu kommen. Dann können wir etwas zählbares mitnehmen“, so Trainer Hadi. Es wird in jedem Fall Zeit für den VfL, sonst wird der Druck für die letzten Spiele noch viel größer und ein Zittern bis zum Ende droht. Noch gibt es Möglichkeiten dagegen anzugehen, vielleicht schon am Samstagabend gegen den Tabellenvierten aus Heidelberg.

 

Zum ersten Spiel der Rückrunde gelingt den VfL-Männern der dritte Sieg in Folge. Und dies war wahrlich keiner, mit dem man rechnen konnte. Dreht man die Zeit ein paar Wochen zurück zum heißersehnten Saisonauftakt im September zeigten ebendiese Freiburger den Sindelfinger Recken damals deutlich, dass in der Regionalliga die Trauben etwas höher hängen.

Am Samstag tickten die Uhren anders: Der VfL, mit zwei überzeugenden Siegen auf der Ostalb und in Stuttgart im Tabellenmittelfeld angekommen, startete furios in den ersten Satz. Mit 6:2 aus Sindelfinger Sicht und Freiburger Punkte nur durch zwei Fehlaufschläge sah sich der Spielertrainer der Hausherren gezwungen, seine Mannen in die erste Auszeit zu befördern. Der VfL, mit dem hochmotivierten USC-ehemaligen Jannik Reich, Julian Bubek sowie Libero Irion in der Annahme, lies sich nicht aus dem Konzept bringen. Aus der starken Annahme setzte Zuspieler Cartano zu Beginn viel auf den Sindelfinger Go-to-Guy Sven Metzger, der im Angriff nicht zu stoppen war. Auch die Mittelblocker-Thomasse Dörr und Meyer setzten wichtige Nadelstiche und bis kurz vor der Crunchtime war der VfL nicht zu bremsen. Dann kamen die ersten Nerven ins Spiel. Stärkere USC-Aufschläge brachten die Annahme ins schwimmen und Coach Hadi reagiert sofort. Conrad Darmer kam ins Zuspiel und dankte dem Coach das Vertrauen mit starker Passauswahl und machte den Sack zu zum 25:22

Die nach Satz eins etwas verwundert dreinblickenden Freiburger Zuschauer und Spieler sahen in Satz zwei allerdings dann das ursprünglich zu erwartende Bild. Die Hausherren legten gehörig zu, setzen auf Schnellangriffe in der Mitte und über außen verwertete Spielertrainer Kurz gefühlt jeden Pass seiner Zuspieler – am Ende stand ein deutliches 25:16 und der Satzausgleich.

Doch alle, die den VfL nun ehrfürchtig vor dem Tabellenführer in die Knie gehen sehen wähnten, hatten sich getäuscht. Die Sindelfinger haben in den letzten Wochen ihren Kampfgeist und auch vermehrt die eigene Feldabwehr gefunden. Der dritte Satz wurde von Beginn an wieder dominiert. Cartano hatte die Zügel fest in der Hand, die Annahme stabilisierte sich und durch das variable Spiel kamen die VfL Angreifer mehr und mehr durch den Block der Freiburger: 25:21 für den VfL.

„Ein Punkt ist mir nicht genug! Belohnt euch für die tolle Leistung heute!“ Mehr Worte bedurfte es nicht von Coach Hadi, um den vierten Satz einzuläuten. Dieser hatte es in sich. Der USC steckte nicht auf, rotierte und brachte Qualität und Erfahrung von der Bank, doch der VfL lies sich nicht abschütteln. In einer hochspannenden Endphase des Satzes mit langen Ralleys und tollen Abwehraktionen auf beiden Seiten war es am Ende der Kampfgeist der Sindelfinger und die Durchschlagskraft von Sven Metzger, die für den überraschenden aber an diesem Tag verdienten 3:1 Sieg der Gäste aus der Daimlerstadt sorgten.

„Das war nochmal besser als die letzten Spiele“, meinte Coach Hadi nach dem Schlusspfiff. „Was z.B. Julian Bubek heute in der Feldabwehr und Annahme gezeigt hat, das war Klasse. Quasi keine Fehler und mit ganz viel Köpfchen.“ Auch Interims-Co-Trainer Burkard, nach wie vor verletzungsbedingt nur auf der Bank, war glücklich: „Heute waren wir in allen Elementen stark. Mit den beiden Thomassen im Mittelblock konnten wir enorme Gefahr ausstrahlen, so dass sich der gegnerische Block viel bewegen musste und wir super variabel im Angriff agieren konnten! Ich denke, dieser Sieg wird gebührend gefeiert werden!“ :)

Nun ist erstmal Weihnachtspause angesagt. Allerdings geht es bereits am 12.01. mit dem wichtigen Heimspiel gegen die BEG United weiter. Der VfL wünsch allen Fans, Angehörigen und Unterstützern eine wunderschöne Weihnachtszeit und bedankt sich herzlich für die Unterstützung im Jahr 2018

Es spielten für den VfL Sindelfingen: Chris Cartano, Conrad Darmer, Sven Metzger, Thomas Meyer, Thomas Dörr, Orgil Bayarsaikhan, Julian Bubek, Jannik Reich, Magnus Irion, Martin Tischhäuser

Nach einem sonnigen Samstagnachmittag traf sich der Kader der Herren I vom VfL Sindelfingen gegen 16.30 Uhr zur Abfahrt gen Aalen an der Festung Stadtmitte. Stark dezimiert durch teils unglücklichen Zusammenfall wichtiger Termine einiger Spieler, stiegen die Anwesenden sieben plus Coach Ahmad Hadi mit eher mulmigem Gefühl in die Autos, in der Hoffnung, dennoch an die starke Leistung und das gewonnene Selbstbewusstsein des vorangegangenen Spiels gegen die Allianz anknüpfen zu können. Wohlwissend, ein hartes Stück Arbeit vor sich zu haben, wenn für die Fahrt zu einem Auswärtsspiel zwei Autos ausreichen. Glücklicherweise fasste eines beiden Autos überraschend 5 Spieler: Bis dato beim VfL ungeschlagener Gelegenheits-Gastspieler Björn Metzger hatte nach einem Jahr Volleyball-Abstinenz die Sportschuhe vom Dachboden geholt und beehrte seinen jüngeren Bruder Sven und dessen Mannschaft mit einem Besuch auf dem Platz, um das Spiel der Sindelfinger auf der Mittelblock-Position zu unterstützen.

In Aalen angekommen wurde schnell klar, dass dies ein Spiel werden sollte, bei dem über Sieg oder Niederlage entscheidet, wer länger die Nerven behält - denn auch die Gastgeber der MADS Ostalb konnten mit einem Kader von 8 Mann nur auf geringen Rückhalt von der Auswechselbank zurückgreifen. Entsprechend nervös traten unsere Herren im ersten Satz auf das Feld, im Gegensatz zum Erfolgsrezept in der Woche zuvor mit Sven Metzger wieder auf der Außenposition, Thomas Meyer auf der Diagonalen und Björn Metzger als wertvolle Verstärkung von Thomas Dörr auf der Mittelblock Position. Notgedrungen tauschte Libero Magnus Irion sein schwarzes Trikot erneut gegen ein blaues, um als regulärer und wertvoller Auswechselspieler sein Team unterstützen zu können.

Aus der Nervosität ergab sich ein erster Satz mit vielen Unsicherheiten in allen Teildisziplinen. Seien es schlechte Absprachen in Annahme und Abwehr, Unsicherheiten im Zuspiel oder das Liegenlassen guter Chancen im Angriff. Für die mitgereisten Fans war deutlich zu sehen, dass die Sechs auf dem Feld in der laufenden Saison in dieser Konstellation noch nicht eingespielt waren. „Wir betreiben diesen Sport alle als Hobby und da ist es leider nicht auszuschließen, dass es manchmal Termine gibt, die es uns nicht ermöglichen auf den gesamten Kader zurückzugreifen.“, beschreibt Kapitän Chris Cartano die Realität des Volleyballs in der Regionalliga. Aufgrund der hohen Zahl an Eigenfehlern liefen die Sindelfinger den gesamten Satz einem Vorsprung der souverän aufspielenden Heimmannschaft hinterher. Folgerichtig ging der erste Satz, in dem in aller Deutlichkeit nicht an das letzte Heimspiel angeknüpft werden konnte, mit 17:25 an die MADS Ostalb.

Die klare Forderung nach weniger nicht durch den Gegner erzwunger Fehler und mehr taktischen Vorüberlegungen beim Aufschlag zeigten Wirkung. Darüber hinaus ließ Coach Hadi den leicht angeschlagenen Sven Metzger über die Diagonalposition angreifen. In Folge dessen wechselte Thomas Meyer auf die Außenposition. Die Gäste zeigten sich plötzlich abgeklärter und souveräner in ihren Aktionen und es entwickelte sich das spannende Spiel, das man bei zwei Tabellennachbarn in der Regionalliga erwarten darf. Auch der fern angereiste Gastspieler Björn Metzger fand in seinen Rhythmus, punktete zuverlässig über die Mitte und stellte überaus wertvolle Blocks. Auch wenn die Bemühungen der Blockreihen nicht zu direkten Punkten führten, ermöglichten sie der Abwehr um Martin Tischhäuser sich gut zu positionieren und mit guten Aktionen zu glänzen. Dank eines gewachsenen Selbstbewusstseins endete der offene Schlagabtausch mit einem 25:23 für die Gäste aus Sindelfingen.

Im dritten Satz gelang es den Gästen zunächst nicht, den Schwung des vorangegangenen Satzes mitzunehmen und so ging MADS mit 4 Punkten in Führung. Doch die Eingewöhnungsphase war nun endgültig überwunden, die gewonnene Motivation und der Siegeswille zeigten ihre Wirkung. So konnten die Sindelfinger ihre Eigenfehler auf ein Minimum reduzieren, setzen den Gegner durch ein stabiles Sideout unter Druck und überzeugten durch starke Angriffe, die Zuspieler Cartano durch nun zunehmend gute Annahmen des Dreier-Riegels um Libero Tischhäuser auf alle Positionen zu verteilen wusste. So kämpften sich unsere Herren ein Break ums andere zurück in den Satz und entschieden diesen durch eine herausragende Mannschaftsleistung schließlich mit 25:20 für sich.

Der vierte Satz begann erneute mit einem kleinen Durchhänger der angereisten Sindelfinger, und die Gegner konnten sich zunächst ein weiteres Mal ein paar Punkte absetzen. Allen wurde bewusst, dass sich diese ebenso stark und geschlossen auftretende Mannschaft so einfach nicht geschlagen geben würde. Auf beiden Seiten war der Siegeswille deutlich zu spüren. Unsere Herren schlossen gleichauf mit den Gastgebern und angefeuert von großartiger Stimmung der heimischen sowie der aus Sindelfingen mitgereisten Fans entwickelte sich ein starkes Sideout Spiel auf beiden Seiten des Netzes, mit außergewöhnlich wenigen Breaks. Doch wie die Gastgeber punkteten die Herren des VfL zuverlässig. Aufgrund des sich zunehmend auf einem Bein bewegenden Sven Metzger fanden die Pässe des Zuspielers Cartano vermehrt ihre Abnehmer auf den Außenpositionen, da sich die Gastgeber weiterhin auf den dennoch souverän punktenden Metzger auf der Diagonalen konzentrierten. Der kurzfristig im zweiten Satz zum Annahme Außen deklarierte Thomas Meyer fand in seinen Rhythmus und verwandelte ebenso wie Jonas Breuer ein ums andere Mal wertvolle Punkte. Die Hochform der Mannschaftsleistung wurde belohnt durch einen nahezu blockfreien Pass, den Meyer in das gegnerische Feld versenkte. Ab diesem Zeitpunkt schien das symptomatische Hin und Her der Sideouts gebrochen und die Sindelfinger holten sich nach hart umkämpften Ballwechseln die entscheidenden Punkte zum 25:22 Sieg und 3 Punkten auf dem Konto, mit denen noch am Nachmittag nicht unbedingt zu rechnen war. „Es war unglaublich wertvoll, Björn heute als Verstärkung dabei gehabt zu haben, sonst hätten wir diese Flexibilität auf der Außen- und Diagonalposition nicht gehabt und das Spiel voraussichtlich nicht zu unseren Gunsten entscheiden können.“, resümierte Coach Hadi nach dem Spiel, stolz auf die Leistung, die seine Mannschaft heute gezeigt hatte.

Es spielten für den VfL Sindelfingen: C.Cartano, S.Metzger, B.Metzger, J.Breuer, M.Tischhäuser, M.Irion, T.Dörr, T.Meyer