Die Vorzeichen der Partie gegen den Tabellenzweiten aus Freiburg standen unter keinem guten Stern für die Regionalligavolleyballer des VfL Sindelfingen. Trainer Hadi musste mit vielen Verletzungen/Krankheiten und einer langen Anreise klarkommen und versuchte seine Spieler dementsprechend „heiß“ zu machen vor dem Spiel.

Satz 1: zu viele Eigenfehler

Mit Chris Cartano, Thomas Meyer und Jannik Reich standen gleich drei ehemalige Spieler des USC Freiburg in der Starting-Six des VfL. Leider konnte sich die Wiedersehensfreude nicht positiv auf das Aufschlagspiel der Sindelfinger auswirken. Viele Aufschlagfehler und unnötige Angriffsfehler machten es den Hausherren leicht einen komfortablen Vorsprung zu erspielen der im zwischenzeitlichen 13:19 gipfelte. Der USC hatte den Satz wohl schon mental abgeschlossen und so wechselten die Hausherren munter durch was den Rhythmus sichtlich störte und den Sindelfingern nochmal die Möglichkeit bot den Vorsprung zu verkürzen. Letztendlich konnte Freiburg den Satz aber verbuchen. (22:25)

Satz 2: Knappes Ding!

In Satz 2 hatten beide Mannschaften ihren Rhythmus gefunden. Die Angriffsmaschinerie der Freiburger hatte so ihre Schwierigkeiten mit dem Block der Hadi Schützlinge, diese hatten wiederrum mit der starken Abwehr der Breisgauer ihre Probleme. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch auf hochklassigem Niveau. Die Abwehr der Gäste um Libero Nico Holze stand stabil und die Mittelangreifer Nascimento und Dörr agierten handlungsschnell im Angriff und Block. Schlussendlich war die Sideout-Stärke der Breisgauer einen Tick besser und sicherten sich auf Satz 2. (23:25)

Satz 3: Abwehrbollwerk zieht den Zahn

Die Kräfte bei den Sindelfingern waren noch vorhanden und Trainer Hadi ermutigte seine Spieler in der Satzpause wieder mehr Risiko im Aufschlag zu gehen. „Es war wichtig für uns das Angriffsspiel der Freiburger so Eindimensional wie möglich zu halten.“ Dies gelang über weite Strecken des Satzes was es dem Block und der sehr gut sortierten Abwehr des VfL einfach machte den Außenangreifern des USC den Zahn zu ziehen. Eine Aufschlagserie von Thomas Meyer zur Mitte des Satzes verhalf zu einem 5-Punkte Vorsprung. Dieser Vorsprung wurde solide verwaltet und sogar noch ausgebaut und brachte den erhofften Satzerfolg. (25:16)

Satz 4: Ein Satz zum vergessen

Mit dem Satzgewinn im Rücken war die Marschroute eigentlich klar für den VfL, doch schnell zeigte sich das nun einige Körner und Wechseloptionen im Team fehlten. Die Aufschläge kamen ohne Druck über die Netzkante was es den Freiburgern einfach machte die Mittelblocker Nascimento und Dörr vor schier unlösbare Aufgaben zustellen. Der Annahmeriegel stand auch nicht mehr stabil und Zuspieler Cartano hatte es schwer die Bälle zu verteilen. Nach 20 Minuten war diese Satz schon vorbei und die Freiburger konnten einen weiteren Sieg feiern.

Für die Spieler des VfL Sindelfingen gilt es sich nun zu regenerieren und gut zu trainieren um am 01.03.2020 einen Sieg gegen die TSG HD-Rohrbach einzutüten.

VfL Sindelfingen: Chris Cartano, Thomas Meyer, Jannik Reich, Sven Metzger, Jeff Nascimento, Thomas Dörr und Nico Holze, Trainer: Ahmad Hadi