Samstagabend 20Uhr Sporthalle Stadtmitte: Primetime für die Regionalligavolleyballer des VfL Sindelfingen. Zu Gast die 2te Garde der Georgii Allianz Stuttgart. Die Stuttgarter sind gespickt mit ehemaligen Bundesligaspielern und vor allem durch ihr Stellungsspiel und ihre Erfahrung ein unangenehmer Gegner was auch die Sindelfinger zu spüren bekamen.

Verschlafener Anfang

Der erste Satz hatte noch nicht mal richtig angefangen da lagen die Spieler von Trainer Ahmad Hadi schon mit 1:7 hinten. Niemand mochte seinen Augen richtig trauen. Die Aufschläge der Gäste flogen dem Annahmeriegel um Routine Alex Haas nur so um die Ohren, wodurch es Zuspieler Conrad Darmer schwer fiel seinen Angreifern ein leichtes Match-up im Block zu bescheren. Ohne hin ein schwieriges Unterfangen bei den hochgewachsenen Stuttgartern. Beim Stand von 4:11 waren beide Auszeiten schon weg und der VfL hatte auch schon zwei Mal gewechselt. Leider brachten weder die Ansprachen noch die aufmunternden Gesänge der Ersatzspieler den gewünschten Effekt, zu abgeklärt und effektiv spielten die Landeshauptstädter. Erst zum Satzende ließen man es lockerer angehen was wiederrum auf Seiten des VfL zu einem kleine Zwischenspurt animierte und man nochmal etwas Boden gutmachen konnte doch von Anfang an war klar das in diesem Satz nichts mehr zu holen war, was sich so auch im Ergebnis wiederspiegelte (16:25).

Mit purem Willen zum Satzgewinn

Mit einem weiteren Wechsel auf der Außenposition startete der VfL auf Augenhöhe in den zweiten Satz. Der eingewechselte Jannik Reich wusste durch kluge Angriffe und positive Stimmung zu gefallen. Es entwickelte sich eine hitzige Partie mit wildumkämpften Ballwechseln. Eine starke Aufschlagserie durch Sven Metzger brachte die erste deutlichere Führung für die Hausherren mit sich. Anschließend zeigten die Gäste aber wieder warum Sie auch den bis dahin ungeschlagenen Ligaprimus aus Botnang bezwangen. Mit überragendem Stellungspiel in der Abwehr, was die Angreifer des VfL nahe an die Verzweiflung brachte kämpften sich die Stuttgarter wieder heran. In der Crunchtime konnte sich Zuspieler Chris Cartano aber auf die Annahme verlassen und die Mittelangreifer do Nascimento und Dörr zeigten sich hellwach im Angriff und im Block. Unter dem Jubel der Zuschauer wurde Satz 2 gewonnen. (26:24)

Von der Sonnen- zurück in die Schattenseite

Die positiven Emotionen aus dem gewonnenen Satz hielten leider nicht sehr lange. Zu schnell geriet man in alte Gewohnheiten. Annahme und die sehr inkonstanten Aufschläge brachten wieder früh den Genickbruch im dritten Satz. Erschwerend kam hinzu das Fortuna kein Sindelfinger war. Bezeichnen ein Ballwechsel zur Mitte des Satzes als der VfL mehrmals in der Abwehr ausgezeichnet reagierte und das Spielgerät am Leben hielt ehe eine leichte Netzberührung den Ballwechsel zugunsten der Gäste beendete. Kräftezerrend auch die Tatsache das der Ball für jeden Sindelfinger Punkt ca. 3 Mal ins gegnerische Feld gedroschen wurde bis endlich mal ein Punkt dabei raussprang. Hier zeigte sich der große Unterschied der beiden Mannschaften. Die Gäste spielten ruhig und verließen sich auf ihre Erfahrung wohin gegen die Sindelfinger zu oft überhastet agierten und sich so selber im Weg standen (19:25).

Kampfgeist gebrochen

Satz 4 ist schnell erzählt. Die Neckarstädter agierten weiterhin unbeirrt und zeigten effektiven Volleyball nach Lehrbuch. Auf Seiten des VfL viele lange Gesichter die nicht glauben konnten was geschah. Weitere Wechsel zeigten nur kurz Wirkung, zu schnell schaffte es der Stuttgarter Block sich auf neuen Angreifer einzustellen. Im Endeffekt ist das Endergebnis des Satzes etwas zu deutlich, jedoch geht der Spielgewinn zurecht nach Stuttgart.

Einmal schütteln bitte!

„Nächste Woche zeigen wir ein anderes Gesicht“, prophezeit Kapitän Metzger nach dem Spiel. Das sollte auch unbedingt passieren, denn nächsten Samstag kommt der SSC Karlsruhe nach Sindelfingen. Gegen die Fächerstädter hatte man im ersten Saisonspiel einen sicheren 3:0-Sieg nur ein 3:2-Sieg eingefahren. Alle auf Seiten des VfL Sindelfingen sind also gewarnt ihr bestes Volleyball zu zeigen um das Kalenderjahr mit einem Sieg zu beenden.

Spielbeginn gegen den SSC ist um 20 Uhr, Eintritt ist wie immer frei.

 


VfL Sindelfingen: Thomas Dörr, Jeferson do Nascimento, Isidoros Dimitroudis, Magnus Irion, Martin Tischhäuser, Jonathan Unger, Alex Haas, Jannik Reich, Thomas Meyer, Sven Metzger, Christian Cartano, Conrad Darmer, Trainer: Ahmad Hadi