In einer Partie auf Augenhöhe und trotz einer guten Leistung verloren die Herren 1 des VfL Sindelfingen mit 1:3 gegen die TG aus Bad Waldsee.


Entschlossener Endspurt zum Satzgewinn

Mit Darmer, Metzger, Haas, Meyer, de Nascimento, Dörr in der Starting-Six starteten die Sindelfinger in die Partie. Obligatorisch wurden die ersten Punkte verschlafen, doch schnell war der Wille da sich heran zu kämpfen. Mit einer soliden Annahme und wuchtigen Angriffen gegen den hohen gegnerischen Block gelang der Ausgleich zur Mitte des Satzes. Besonders Alexander Haas stellte sich als emotionaler Leader auf das Feld und versuchte mit seiner positiven Energie Mitspieler und Zuschauer mitzureißen. Beide Mannschaften agierten auf hohem Niveau, schlussendlich zeigten die Schützlinge von Trainer Hadi aber einen entschlossenen Schlussspurt und holten sich den ersten Satz mit 25:19.

Die Gäste kommen zurück

Es gab keine Gründe für Auswechslungen nur Libero Dimitroudis ersetzten den verletzten Magnus Irion. Schnell wurde klar, dass das Trainerteam der Gäste klare Worte in der Satzpause gefunden hatte. Mit aggressivem Block und überlegten Angriffen erspielten Sie sich einen 5-Punktevorsprung. Die Einwechslung von Björn Metzger brachte nochmal Schwung ins Sindelfinger Block-Bollwerk leider konnte nicht jeder Angriff entschärft werden und die Abwehr des VfL hatte an diesem Tag Schwerstarbeit zu leisten. Ab und an war zwar noch ein Sindelfinger Fuß oder eine Hand am Ball, schlussendlich ging der Satz mit 22:25 aber an die Gäste.

Kurioses in Satz 3

Motiviert und mit dem wissen das alles noch zu gewinnen war starteten beide Mannschaften furios in Durchgang Nummer 3. Einem wuchtigen Longline-Angriff von Sven Metzger folgte ein starker Block der TG, und Zuspieler Darmer auf Seiten des VfL glänzte mit Assen im Aufschlag. Doch was beim Stand von 7:7 passierte passt ohne Zweifel in die Sparte „kurioses“. Alle Augen in der Sporthalle Stadtmitte waren auf das Schiedsrichterduo gerichtet. Der zweite Schiedsrichter hatte einen „Fehler“ in der Sindelfinger Aufstellung bemerkt. Auf dem Aufstellungszettel, der vor jedem Satz an das Schiedsgericht überreicht wird stand die Nummer 1 plötzlich erkannte der Schiedsrichter aber eine 7. Die Nummer 7 saß aber auf der Auswechselbank des VfL. Es entstand eine fast 10-minütige Pause und reichlich Unmut bei Spielern und Trainern des VfL, da der Fehler klar bei Schiedsrichter lag. „Er muss zu Beginn des Satzes die Aufstellung kontrollieren und kann seine Meinung nicht mitten im Spielgeschehen ändern“, brachte ein Zuschauer die Situation auf den Punkt. Nach dieser Unterbrechung und einen geschenkten Punkt an die TG war der Rhythmus des VfL gebrochen und der Satz ging mit 18:25 nach Bad Waldsee.

Kampf wird nicht belohnt

In Durchgang 4 startete dann wirklich die Trikotnummer 7. Die Annahme stand weiter stabil doch die Angriffe des VfL landeten zu oft im Aus oder im Block. Mit dem Wissen eines 2:1 Vorsprungs agierte die TG ihrerseits sehr souverän und lies nichts mehr anbrennen. Auch die Auszeiten und die kleinen zwischen Spurts und kämpferischen Leistungen der Sindelfinger brachten nicht das nötige Glück mit sich. Schlussendlich besiegelte die fehlende Kommunikation während eines Ballwechsels den Satzverlust für die Heimmannschaft. (20:25). Leider bleibt die TG aus Bad Waldsee der Angstgegner des VfL.

Auswärtsspiel in Heidelberg als Aufbauspiel?

Am Samstag fahren die Herren 1 nach Heidelberg um den direkten Tabellennachbar der TSG HD-Rohrbach nach Punkten einzuholen. Man darf gespannt sein ob die Niederlage des letzten Spiels Nachwirkungen zeigt oder ob eine Trotzreaktion durch das Team geht.

 


VfL Sindelfingen: Darmer, Cartano, Metzger S., Metzger B., Dörr, do Nascimento, Haas, Meyer, Holze, Unger, Irion, Dimitroudis, Coach: Hadi