Am vergangenen Samstag spielte die Erste der Sindelfinger Volleyballer gegen den USC aus Freiburg. Ein brisantes Spiel, da nicht weniger als 3 Spieler der Sindelfinger zuvor beim USC spielten. Die Freiburger grüßen vor dem Spieltag vom zweiten Tabellenplatz und galten vor dem Spiel als heimlicher Favorit. Trainer Hadi konnte aber aus dem Vollen schöpfen und musste sogar vor dem Spiel Routinier Alex Haas aus dem Kader nehmen, doch der alte „Haase“ lies es sich nicht nehmen als Co-Trainer sein Team zu unterstützen.

Motiviert in Satz 1

Nach konzentriertem Aufwärmen und Einschlagen starteten beide Mannschaften motiviert in den ersten Satz. Schnell zeigte sich die kleine Schwäche dieser Saison auf der Sindelfinger Seite. Der Start in den Satz wurde mal wieder verschlafen, allerdings stabilisierte sich die Annahme um Libero Irion schnell und Zuspieler Darmer setzte seine Angreifer gekonnt in Szene. Ab Mitte des Satzes entwickelte sich eine enge Partie mit wenigen Fehlern auf beiden Seiten des Netzes und so kostete unglückliche Schiedsrichterentscheidung die Heimmannschaft den ersten Satz. (24:26)

Ohne personelle Änderungen starteten beide Mannschaften in Satz 2. Schnell gestaltete sich wieder ein spannendes Spiel mit Highlights auf beiden Seiten. Kleine Unkonzentriertheiten beim Stand von 10:10, als beide Mannschaften mit jeweils 3 Aufschlagfehlern hintereinander glänzten kosteten Zuschauer so wie Ersatzspieler einige Nerven. In der Crunchtime zeigten sich dann vor allem die beiden Mittelblocker Dörr und Nascimento handlungsstark und setzten mehrere starke Blocks. Schlussendlich beendete Sven Metzger mit einem gefühlvollen Lob den Satz zugunsten des VfL.

Das Trainerteam Hadi/Haas wirkte nur kurz zufrieden nach dem Satzgewinn, zu fahrlässig agierten ihre Schützlinge in Satz 3. Einfache Dankebälle oder sichergeglaubte Abwehrbälle fanden nicht mehr den Weg zum Zuspieler, gleichsam geriet die Annahme in Schwierigkeiten als die Gäste aus dem Breisgau auf wuchtige Sprungaufschläge wechselten. Zu rasch waren die Auszeiten verbraucht und beim Stand von 16:22 war der Glaube an den Satzgewinn dahin.

Tiebreak! Tiebreak!

„Die Festung bleibt auch heute stehen“, mit diesen motivierenden Worten ging es in Satz 4. In der Annahme wurden Irion und Reich durch Dimitroudis und Unger ersetzt und der an diesem Tag überzeugenden Thomas Meyer übernahm mehr Verantwortung. Auch die Freiburger wechselten munter durch, doch die Änderungen bei den Sindelfinger stachen diese aus. Die Hausherren schienen wacher und immer einen Schritt schneller zu sein. Ein kleiner Zwischenspurt zum Stand von 16:20 brachte die Vorentscheidung, durch überlegte Angriffe und Eigenfehler der Gäste ging der Satz verdient mit 25:21 nach Sindelfingen.

Mit einer positiven „Jetzt-erst-Recht“-Mentalität begann der Tiebreak furios für den VfL. Starke Aufschläge und aggressives Blockverhalten sicherten eine 3-Punkte Vorsprung zum Seitenwechsel. Schlussendlich war für die Gäste nichts mehr zu holen da die Annahme nicht mehr so stabil stand wie zu Beginn der Partie und die Angreifer des VfL mit aller Gewalt oder mit Gefühl das Spielgerät am Freiburger Block vorbei ins Feld brachten. Die Freude war groß als man den 3ten Sieg der Saison eingefahren hatte und nun mit etwas Abstand auf das Tabellenende blicken kann.

Ausblick auf das kommende Spiel.

Am kommenden Sonntag heißt es um 16 Uhr wieder alles auf Anfang für die Herren 1 des VfL Sindelfingen, wenn der „Angstgegner“ aus Bad Waldsee in die Sporthalle Stadtmitte kommt, konnte bisher noch kein Duell gegen die TG Bad Waldsee gewonnen werden. Umso mehr benötigen die Volleyballer lautstarke Unterstützung. Eintritt ist wie immer frei.

 


VfL Sindelfingen: Chris Cartano, Conrad Darmer, Sven Metzger, Magnus Irion, Isidoros Dimitroudis, Jefferson do Nascimento, Thomas Dörr, Timo Breuer, Thomas Meyer, Yannik Reich, Jonathan Unger, Nico Holze, Co-Trainer: Alex Haas, Trainer: Ahmad Hadi