Vor dem Spiel gegen den Aufsteiger und Tabellenletzten aus Konstanz war die Erwartungshaltung sowohl beim Trainer wie auch bei der Mannschaft sehr hoch. Unterschätzen sollte man in der Regionalliga keinen Gegner und doch starteten die Volleyballer des VfL Sindelfingen fahrig in die Partie.

Nach zehn Ballwechseln hatten sich die Gäste einen kleinen Vorsprung erspielt, da die Sindelfinger Annahme noch nicht stabil stand und Zuspieler Chris Cartano somit schweres Spiel hatte seine Angreifer um den an diesem Tag wieder starke aufspielenden Sven Metzger in Szene zu setzen. Eine Auszeit von Coach Ahmadi brachte endlich etwas Ruhe in das Spiel der Sindelfinger und so konnten die Mittelangreifer Dörr und Nascimento einen ums andere Mal den Ball im Feld der Konstanzer unterbringen. Die Aufschläge die im Spiel vor einer Woche noch mehrfach den Weg ins Aus gefunden hatten, stellten die Gästeannahme immer wieder vor Probleme und als dann zur Verwunderung aller in der Halle die Rückraumangriff von Sven Metzger ohne Block ins Feld einschlugen war der erste Satz trotz ein bisschen Nervenflatterns dem VfL nicht mehr zunehmen.

In Satz 2 wechselten die Sindelfinger auf der Außenposition durch, dies war vor dem Spiel bereits so besprochen worden. Trotz der Umstellung blieb die Annahme um Libero Isidoros zu Beginn des Satzes ein kleiner Schwachpunkt. Die geringe Fehlerquote und die immer besser werdende Feldabwehr des VfL retteten aber ein ums andere Mal den Ballwechsel. Zuspieler Cartano sammelte immer mehr Vertrauen in seine Angreifer und spielte auch schwierige Bälle perfekt zu. Ein Aufbäumen der Gäste beendete die Sindelfinger Angriffsmaschinerie mit einem krachenden Mittelangriff zum Satzgewinn.

Satz drei begann wieder mit einer anderen Aufstellung auf der Außenposition. Routinier Alex Haas brachte mit seiner Erfahrung Ruhe und Größenvorteile im Block auf das Feld. Wechsel auf Seiten des USC brachten zu Mitte des Satzes nochmal Spannung, jedoch schaffte es der VfL schnell Anpassungen in Block und Feldabwehr einzurichten um die wuchtigeren Angriffe der Gäste zu ersticken. Zum Ende des Satzes schien der Siegeswille der Gäste leicht gebrochen somit konnten endlich die ersten 3 Punkte in die Daimlerstadt eingefahren werden.

„Heute haben wir vieles besser gemacht wie noch gegen Friedrichshafen, aber gegen Freiburg nächste Woche brauchen wir nochmal eine Steigerung“, resümierte ein sichtlich erleichterter Coach Ahmadi.

Die Freiburger die am Samstag um 20Uhr gegen den VfL antreten stehen bisher auf dem 2ten Tabellenplatz und zeigten sich bis auf das Spiel gegen den Tabellenführer in guter Form. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung um die Festung Stadtmitte weiter zuhalten. Eintritt ist wie immer frei.

 


Zum Schluss wünschen wir dem Mittelblocker des USC Konstanz der sich leider beim Einschlagen verletzte alles Gute! Wir hoffen das wir dich im Januar wieder auf dem Feld sehen!

 


VfL Sindelfingen: Sven Metzger, Chris Cartano, Jefferson do Nascimento, Thomas Dörr, Jonathan Unger, Thomas Meyer, Yannik Reich, Alex Haas, Nico Holze, Martin Tischhäuser, Magnus Irion, Isidoros Dimitroudis

Letztendlich waren es sogar vier ehemalige Rottenburger Volleyball-Bundesligaspieler, die am vergangenen Samstag in Sindelfingen beim Regionalliga-Derby gegen den ASV Botnang auf dem Platz standen. Die Sindelfinger hatten noch den Neu-Dienstältesten im Kader, Alex Haas, aus dem Hut gezaubert. Dieser zeigte bei seinen Einwechslungen in Satz 2 und 4, dass er in den letzten Jahren nichts verlernt hat und spielte ruhig und clever gegen die athletischen Botnanger.

Gereicht hat es am Ende leider doch nicht, gegen den zwar Aufsteiger, aber doch gleichzeitigen Staffelfavoriten aus der Nachbarschaft: „Wenn Botnang so konsequent auftritt und die Spieler, die ja auch noch gefehlt haben zurückkehren, dann sind sie für mich ganz heißer Kandidat auf den Titel“, so Coach Hadi nach dem Spiel.

Die Sindelfinger, bei denen neben Alex Haas auch noch Neu-Libero Isidoros Dimitroudis ein starkes Debut bei seinen Einwechslungen feierte, hatten sich gut auf den Gegner vorbereitet. Konsequent umspielten sie im Aufschlagspiel die beiden Ex-Rottenburger Annahme-Asse Elsässer und Mehlberg, griffen einige Male im Block zu und gestalteten Satz eins sehr ausgeglichen. Im zwischenzeitlichen Privatduell Metzger vs. Mehlberg stand es zu Satzende +1 für Metzger (der weggezogene Block zählt doppelt…), doch insgesamt hatte der ASV leicht die Nase vorn und führte 24:22 als sich nun auch der Schiedsrichter, ebenfalls bundesligaerfahren, aktiv ins Spielgeschehen einbrachte und beim Aufschlag der Botnanger, der mehrere Meter ins Aus segelte, eine Ballberührung der Sindelfinger erkannt hatte. Statt Chance auf den Ausgleich, also nun 0:1 nach Sätzen.

Der VfL zeigte jedoch die Mentalität, die der Dortmunder Borussia aktuell leider fehlt, und spielte Satz 2 furios. Botnang stellte als Reaktion um und spielte nun mit nur zwei Annahmespielern, um Stabilität ins eigene Sideout zu bekommen. Dies gelang gut und in der Crunch-Time beim 23:23 schlug das Pendel diesmal für die Sindelfinger aus. Mi einer glücklichen Entscheidung des Unparteiischen sicherte sich der VfL den Punkt und schließlich auch den Satz.

Kleinere Unkonzentriertheiten kosten einen verdienten Punkt

Man kann nun nicht sagen, das das Pulver der Hausherren verschossen war, doch nach den ersten beiden Sätzen schlichen sich bei den Gastgebern kleinere Abstimmungsfehler sowie Unkonzentriertheiten im Block-Abwehr-Komplex ein und insgesamt lies die Spannung einfach ein bisschen nach. „Letztendlich hatte Botnang schon den Sieg verdient, ein Punkt wäre aber auf jeden Fall drin gewesen. Trotzdem, es war ein tolles und spannendes Spiel heute, vor allem für uns auf der Tribüne“, meinte einer der über 100 Zuschauer in der Sporthalle Stadtmitte. Botnang spielte alles in allem auf einem sehr hohen Niveau, zeigte enorme Stabilität in den Aktionen und entschied Satz 3 souverän mit 25:21 für sich. Auch im vierten Durchgang lief der VfL meist hinterher, Spannung brachte kurz vor Schluss der Schiedsrichter nochmal in die Partie, als etwas fragwürdige Technikentscheidungen die Crunch-Time einläuteten. Am Ende feierten dann aber doch die Gäste aus Botnang.

Wichtiges Auswärtsspiel in Friedrichshafen

Am Samstag, den 12.10. gastieren die Sindelfinger bereit um 15:30 Uhr beim Absteiger aus der dritten Liga in Friedrichshafen. Es ist mal wieder ein richtungsweisendes Spiel. Mit einem Sieg ist man „voll im Soll“, bei einer Niederlage steht man beim Heimspiel gegen die bisher sieglose Zweitvertretung aus Konstanz doch etwas mehr unter Druck..

Für den VfL spielten gegen Botnang: Conrad Darmer, Chris Cartano, Sven Metzger, Thomas Meyer, Thomas Dörr, Jefferson do Nascimento, Jona Unger, Nico Holze, Magnus Irion, Isidoros Dimitroudis, Alex Haas, Björn Metzger

Wer am Samstag ab 20 Uhr aufs Volleyball-Feld in der Sporthalle Stadtmitte in Sindelfingen schaut, der findet dort gleich drei ehemalige Rottenburger Bundesliga-Profis wieder. Oberliga-Aufsteiger ASV Botnang hat mit Dirk Mehlberg (Annahme-Außen) und Hannes Elsässer (Libero) gleich zwei davon in ihren Reihen und kommt nach zwei Siegen zum Saisonstart mit breiter Brust zum VfL.

Nummer drei ist in Sindelfingern ein alt-bekannter. Sven Metzger spielt nun seine dritte Saison beim VfL und war auch beim ersten Saisonspiel, einem 3:2 Auswärtserfolg beim SSC Karlsruhe, wieder fleißigster Punktesammler. „Klar freut man sich darauf, alte Weggefährten wiederzutreffen“, so Metzger. „Spielerisch wird das sicher auch hochinteressant am Samstag. Botnang ist zwar Aufsteiger aber zählt definitiv zu den stärkeren Mannschaften der Liga. Wir hoffen auf einen heißen Tanz und vor allem auf das super Sindelfinger Publikum!“, so Metzger weiter.

Coach Hadi kann zum Heimspielauftakt quasi aus dem vollen schöpfen. „Unser Kader ist grundsätzlich mit 14,15 Spielern perfekt, allerdings können einige Spieler aus verschiedensten Gründen nur die Hälfte der Spiele bestreiten. Das macht es manchmal schwer den perfekten Rhythmus zu finden. Am Samstag sind wir allerdings sehr gut besetzt und wir konnten die letzten Wochen gut trainieren!“

Nicht mehr dabei sein wird Libero Benjamin Burkard, der aufgrund anhaltender Rückenprobleme leider die Volleyball-Schuhe endgültig an den Nagel hängen musste. „Letztendlich kommt es auf unser Aufschlag- und Annahmespiel an“, so der Coach. „Wenn wir es schaffen Botnangs Bundesliga-Annahmeriegel zumindest ein bisschen in Schwierigkeiten zu bringen und selbst ein stabiles Sideout aufbauen können, dann sind definitiv Punkte drin am Wochenende. Auch hoffe ich auf Emotion auf dem Feld. Es ist schließlich ein echtes Derby und die Spieler kennen sich gut!“

Spielbeginn ist am Samstag, 05.10. um 20:00 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte. Eintritt ist frei!

So richtig freuen wollte sich irgendwie niemand, als nach knapp zwei Stunden Spielzeit ein Block von Sven Metzger den 5. Satz mit 16:14 zu Gunsten der Sindelfinger entschied. Zu ärgerlich war der Spielverlauf, der so vielversprechend begann. Aber alles der Reihe nach.

Nach der krankheitsbedingten Absage von Außenspieler Jannik Reich reiste der VfL zwar immer noch mit 10 Spielern nach Karlsruhe, davon aber drei nominelle Liberos. So blieb Routinier Martin Tischhäuser das „Allrounder-Los“, denn Benjamin Burkard und Magnus Irion streiften sich das andersfarbige Trikot über. Und Thomas Meyer, gerade frisch aus dem Krankenstand, fand sich aufgrund des kleinen Kaders ehe er sich versah in der Starting-Six wieder.

Der VfL startete furios. Der Annahme-Riegel um Neuzugang Jona Unger, Libero Burkard und Thomas Meyer stand stabil und vorne wütete vor allem Sven Metzger. „Satz 1 und 2 war stark. Wir haben wie im Training einstudiert, unserer Block-Abwehr-Positionen gehalten und so erfolgreich verteidigt wie lange nicht mehr“, so Coach Hadi. Dass der SSC keine Laufkundschaft ist, zeigte er zu Beginn selten, die Hausherren agierten fahrig und ungenau in ihren Aktionen. Zudem knallte Ex-Bundesliga-Spieler Metzger den Badenern in Satz 1 und 2 jeweils zwei Aufschlagserien um die Ohren, die für eine beruhigenden Vorspruch sorgten. Der Block um Thomas Dörr und Jeff Nascimento war gut sortiert und gegen den starken Jona Unger hatte der Hauptangreifer des SSC auf der Diagonalen ein ums andere Mal das Nachsehen. 25:16 und 25:17 waren die deutlichen und verdienten Satzergebnisse.

Die Annahme wackelt und so auch das Spiel

Alles Reden a la „jetzt müssen wir unbedingt die Konzentration hoch halten“ etc. nützte zu Beginn von Satz drei leider nichts. Der SSC schaffte es nun seinerseits den Aufschlagdruck zu erhöhen, der Annahmeriegel wackelte beträchtlich und zur Satzmitte ersetzte Irion Burkard auf der Liberoposition. Doch die Konzentration war weg. Die Annahme blieb ungenau, Zuspieler Darmer, bis dahin souveräner Ballumlenker, hatte mehr und mehr Probleme und so verteidigten die Hausherren Angriff um Angriff der Sindelfinger. „Wir haben einfach keinen Ball mehr tot bekommen. Das war echter Mist“, so Jona Unger, der insgesamt einen starken Einstand mit seinem neuen Team feierte.

Mit Glück den fünften Satz entschieden

Verdient gewann der SSC die Durchgänge drei und vier und als Mittelblocker Strotjohann mit einer weiteren starken Aufschlagserie auf 6:2 stellte, roch es eher nach Heim- als nach Auswärtssieg. Die Sindelfinger steckten allerdings nicht auf und kämpften sich ins Spiel zurück. Hochklassig war es nicht mehr, dafür aber hart umkämpft. Punkt für Punkt arbeiteten sich die Daimlerstädter heran, und gingen beim 14:13 wieder in Führung. Der erste Matchball wurde noch abgewehrt, das nachfolgenden Sideout stand und dann beendete der Metzger-Block das Spiel für Sindelfingen.

„Die zwei Punkte sind gut für den Einstand, nach dem Spielverlauf schmerzt allerdings der verlorene eine Punkt etwas mehr als dass wir uns über die gewonnenen freuen können. Zumal das nächste Heimspiel gegen Botnang verdammt schwer wird!“, resümiert Coach Hadi.

Der VfL hat nun zwei Wochenenden spielfrei, dann kommt es am 05.10. zum Derby gegen den ASV Botnang. Und zum Wiedersehen einiger Bundesliga-Gefährten. Auf Botnanger Seite spielen mit Johannes Elsässer und Dirk Mehlberg ebenfalls zwei ehemalige Rottenburger 1.-Liga-Akteure. „Wiedersehen macht Freude“ heißt es, zumindest vor und vielleicht auch nach dem Spiel! ;)

Für den VfL spielten gegen Karlsruhe: Conrad Darmer, Sven Metzger, Thomas Meyer, Thomas Dörr, Jefferson do Nascimento, Jona Unger, Nico Holze, Magnus Irion, Benjamin Burkard, Martin Tischhäuser